Wir müssen alles dafür tun, Leben zu schützen, dürfen aber den Lockdown nicht zum Dauerzustand werden lassen. Die Impfzentren sind bereit, jetzt fehlt der Impfstoff. Für Schulen und öffentliche Einrichtungen müssen Filtersysteme getestet und dann installiert werden. Die, die unter Corona wirtschaftlich am meisten zu leiden hatten, brauchen Hilfe auch nach der Rückkehr in den Normalzustand. Jede Coronapleite ist eine zuviel.
Familienfreundliche Infrastruktur bedeutet für mich ein sinnvolles Miteinander von Fuß- und Radverkehr, ÖPNV und Autoverkehr. Das bedeutet Fußwege ohne Stolperfallen, Radwege, die nicht an der nächsten Kreuzung enden, barrierefreie Haltestellen (Einsteigen, ohne zu stolpern. Aussteigen, ohne zu fallen.) und Straßen ohne Schlaglöcher. Die dafür notwendigen Investitionen kann keine Kommune allein stemmen. Ich werde mich für ein substanzielles ÖPNV-Förderprogramm, aus dem in Magdeburg barrierefreie Haltestellen, die Neuanschaffung von Straßenbahnen, der Neubau von Trassen und umweltfreundliche Busse finanziert werden können, und ein Investitionsprogramm für Radwege einsetzen.
Wir brauchen genügend Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen an die Schulen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die notwendige Einstellung von mehr Lehrer*innen zur Sicherung der Lehrerversorgung, die notwendigen Referendarstellen an den Universitäten und die Fortsetzung der Schulsozialarbeit nicht am Geld scheitert. Ein großes Problem ist der bundesweite Lehrermangel. Deshalb werde ich dafür kämpfen, dass es an der Otto-von-Guericke-Universität wieder eine vollgültige Lehramtsausbildung in Magdeburg gibt.
Ich stehe für die langfristige Sicherung des Uniklinikums in öffentlicher Hand. Nicht nur die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, dass wir einen leistungsstarken Universitätsmedizin-Standort brauchen. Dort wird unser medizinischer Nachwuchs gut ausgebildet, werden neue Behandlungsmethoden erforscht und wird die Krankenversorgung auch von schweren Fällen gesichert. Dazu braucht es ein starkes und anhaltendes Engagement des Landes. Das gilt auch für die notwendigen Investitionen in allen Krankenhäusern im Land. Ich will auch, dass sich das Land in den nächsten Jahren für eine Reform der Krankenhausfinanzierung einsetzt.
Das erfolgreiche Aufzugsprogramm muss fortgeführt werden. Damit konnten in Sachsen-Anhalt in den letzten Jahren viele Wohnungen barrierefrei/ barrierearm umgestaltet werden. Das Land muss wieder Geld für den sozialen Wohnungsneubau abrufen. Wir brauchen vor allem in den Großsiedlungen Neubauten für die Aufwertung der Quartiere. Das ist ein probates Mittel gegen die fortschreitende soziale Entmischung.
Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass die Schulen sehr unterschiedlich für das digitale Lernen gerüstet sind. Es gibt Schulen, an denen das gut funktioniert, und es gibt Schulen, da ist Digitalisierung fast ein Fremdwort. Wir brauchen eine Digitalisierungsoffensive, die den Weg der einen unterstützt und die den anderen den Weg öffnet. Das Gleiche gilt für die öffentliche Verwaltung. „Man kann per Mausklick ein Konto eröffnen, aber kein Auto anmelden.“ Für mich gilt der Servicegedanke gegenüber Ihnen, den Bürger*innen. Sie sollen möglichst wenig Zeit mit Behördengängen verbringen müssen. Dazu braucht es einen kontinuierlichen Ausbau digitaler Bürgerangebote und eine vernünftige Ausstattung der Arbeitsplätze für die Bediensteten in den Verwaltungen.
Viele Tausend Magdeburgerinnen und Magdeburger gehen auf die Jagd nach Punkten, Toren, Sekunden und Medaillen. Es geht um das Miteinander im Verein, um Emotion und Leidenschaft, um Sportsgeist, Menschlichkeit, Fairness und den Respekt vor dem sportlichen Gegner. Sport ist mehr als Bewegung, mehr als körperliche Ertüchtigung. Das soll auch so bleiben. Ich stehe für eine verlässliche Förderung der Vereine und für die sichere Finanzierung des Olympiastützpunkts. Sport frei!
Jugendlich treffen mit 16 Jahren weitreichende Lebensentscheidungen. Sie wählen mit dem Ausbildungsberuf den Einstieg ins Arbeitsleben oder mit dem Weg zum Abitur den weiteren Bildungsweg. In beiden Fällen sind sie mit einem Bildungssystem konfrontiert, das für sie gilt, aber auf das sie keinen Einfluss haben. Dabei ist die schulische Bildung eine der wichtigsten Aufgaben der Bundesländer. Jugendliche sollen hier mitbestimmen können, sollen die Wahl haben – ab 16! Dafür werde ich mich einsetzen.